Die Generation Lobpreis und ihre (post-)konfessionelle Identität
DOI:
https://doi.org/10.82527/zthg.v24i1.205929Schlagworte:
Symposion 2019Abstract
Das Verhältnis von Jugend und (Frei-)Kirche ist ein schwieriges Thema,
das immer wieder neu diskutiert wird und das sich mit den rasanten und
tiefen gesellschaftlichen Transformationen unserer Gegenwart selbst in beständiger
Veränderung befindet. Relativ unstrittig ist in der Diskussion,
dass es in den letzten Jahrzehnten in Deutschland zu einem christlichen
Traditionsabbruch und, insbesondere in den jüngeren Generationen, zu
einem Verlust der traditionellen Kirchen- und Gemeindebindung gekommen
ist. 1 Flankiert werden diese Entwicklungen von einer Pluralisierung
und Ausdifferenzierung der Lebenslagen und einem Trend zur Deinstitutionalisierung,
in dem klassische und insbesondere institutionalisierte
Formen verbindlicher Gemeinschaft an Relevanz verlieren.2 Kirchen, Verbände,
Einzelgemeinden haben dadurch ebenso wie Vereine und andere
Institutionen große Probleme, junge Menschen für sich zu gewinnen.
Hinzu kommt, dass durch Individualisierung und Pluralisierung, so z. B.
die letzte Sinusjugendstudie, auch immer mehr religiöse Jugendliche zwischen
ihrem persönlichen Glauben und ihrer Religionszugehörigkeit deutlich
unterscheiden.3 Damit einher geht auch, dass bisherige konfessionelle
Grenzen zunehmend verflüssigt werden oder gar verschwimmen – es entstehen
neue (post-)konfessionelle Identitäten des Glaubens. Inwiefern dies
auch für die besondere und besonders wichtige Gruppe von Jugendlichen
gilt, die zu den mit (Frei-)Kirche und Gemeinde Hochverbundenen zählen,
ist die Frage, der ich in diesem Artikel nachgehen möchte.....
Dazu werde ich zunächst die Studie
kurz vorstellen (1.). In einem zweiten Schritt werde ich erläutern, warum
wir die Gruppe der evangelisch-hochreligiösen Jugendlichen überhaupt
als Generation Lobpreis bezeichnen und was sich demnach als roter Faden
durch die vielfältigen Ergebnisse der empirica Jugendstudie gezogen hat
(2.). Dieser Schritt erfolgt, damit die folgende genauere Betrachtung ausgewählter
Ergebnisse besser in ein Gesamtbild eingeordnet werden kann.
In einem dritten Schritt werde ich schließlich ausführlich der Frage nachgehen,
wie postkonfessionell die Generation Lobpreis ist (3.), und diese Ergebnisse
in einem Fazit bündeln.
Einführung empirica Jugendstudie 2018
Warum Generation Lobpreis?
Wie (post-)konfessionell ist die Generation Lobpreis?
Fazit