Staatlich geprüftes Christsein in Europa?
Konversion und Taufe im Prüffokus des Asylverfahrens
DOI:
https://doi.org/10.82527/zthg.v26i1.205971Abstract
Die Diskussion um Konversion und Taufe im Asylverfahren bis 2020
Seit Anfang 2000 führt der Flucht- und Glaubensweg iranischer Christen,
die sich von ihrer Ursprungsreligion, dem Islam, abgewandt haben,
vermehrt in das so genannte christliche Europa. Besonders in Deutschland,
dem Land von Reformation und Gegenreformation, geraten im
Asylverfahren diese Biografien der Christ-Werdung wegen der engen
Verknüpfung von Flucht und Glaubenswechsel von Seiten staatlicher
Behörden immer stärker unter den kritischen Prüffokus des Verdachts
eines aufenthaltsstrategischen Missbrauchs.
Glaubhaft Glauben? Der Weg zu Gott bleibt steinig
„Denn es ist nicht so, wie ein Mensch es sieht: Der Mensch sieht,
was vor Augen ist; der Herr aber sieht das Herz an.“ (1. Samuel 16, 7)
Von den hohen Werten der Grundrechte zum Kriterienkatalog
für die Beurteilung der Glaubwürdigkeit
Ein neuer Ansatz: Es besteht Forschungsbedarf
Iranisches Christ-Sein: Einen neuen Weg gehen
Die Religionsfreiheit beginnt mit der Bitte um die Taufe
Zusammenfassende Stichpunkte
1 An der Basis der Kirchengemeinden
2 Ansatzpunkte zur kritischen Auseinandersetzung mit der Asylrechtsprechung
3„Auch Verfassungsgerichte können irren“
4 Bibellektüre mit iranischen Christen