Die theologische Begründung von Religionsfreiheit als Machtkritik

Autor/innen

  • Dr. Oliver Pilnei Theologische Hochschule Elstal

DOI:

https://doi.org/10.82527/zthg.v26i1.205982

Abstract

Die Diskussion rund um die historische und geistesgeschichtliche Entwicklung
von Religionsfreiheit ist breit gefächert. Dass theologische
Argumente aus baptistischer Feder in dieser Entwicklungsgeschichte
nicht unmaßgeblich waren, ist zwar im Kontext deutschsprachiger
Theologie nicht überall bekannt, muss aber als unstrittig gelten. Der
folgende kurze Beitrag unternimmt es, diese in sich verzweigte und
differenzierte Entwicklungsgeschichte unter dem Stichwort „Machtkritik“
zu beleuchten. Theologische Begründungen aus baptistischer
Feder sind weniger von fundamentalanthropologischen Überlegungen
geprägt, als von einem Gottesbezug, der eine kritische Revision der Begründung
und der Ausübung weltlicher und kirchliche Macht intendiert
und so zur Depotenzierung von Macht im Bereich von Religion
führt. Dies ist keineswegs das einzige theologische Motiv, aber es ist
eines – und zwar eines, das in seinem theologischen Gehalt und seinen
ekklesiologischen Konsequenzen eingehende Würdigung verdient.

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Veröffentlicht

2026-09-04